Zum Sonntag Palmarum

Johannes 12
Das Evangelium in verteilten Rollen.

Menge:

  • Habt ihr schon gehört? Jesus ist auf dem Weg in die Stadt, er kommt nach Jerusalem!

  • Hat er nicht den Lazarus von den Toten auferweckt?

  • Ja, der ist es!

  • Wer so etwas tun kann, muss übernatürliche Kräfte haben.

  • Ja, natürlich: Jesus ist der Sohn Gottes!

  • Worauf warten wir dann noch? Nichts wie hin! Wir laufen ihm entgegen.

  • Nicht nötig, da kommt er schon!

  • Wo? Ich sehe ihn nicht.

  • Da hinten. Er reitet auf einem Esel.

  • Ist der Esel ausgewachsen, oder ist es ein Jungtier?

  • Wieso? Ist das wichtig?

  • Ja, kennst du denn die Weissagung nicht? Auf einem Eselsfohlen zieht der Messias als König in Jerusalem ein!

  • Es ist ein junger Esel.

  • Dann ist Jesus der Messias!

  • Hurra! Jesus, du bist unser König! Hosianna!

  • Hosianna! Hosianna!

  • Wir wollen den Messias empfangen, wie es sich für einen König gehört.

  • Wir rollen einen roten Teppich für ihn aus!

  • Wo nehmen wir den so schnell her?

  • Wir reißen Zweige von den Palmen ab und streuen sie auf den Weg.

  • Wir legen unsere Jacken und Mäntel auf den Weg, das ist wie ein Teppich.

  • Stimmt alle in unser Loblied ein: Gelobt sei, der im Namen des Herrn kommt! Er ist der König Israels! Hosianna!

Jünger:

  • Was macht Jesus denn da?
  • Er will sich wohl einen Esel ausleihen.

  • Wozu? Er geht doch sonst immer zu Fuß.

  • Keine Ahnung. Sieh mal, jetzt setzt er sich drauf.

  • Er gibt uns ein Zeichen: Wir sollen alle mitkommen.

  • Er will auf dem Esel in Jerusalem einziehen!

  • Oh, das wird Ärger geben!

  • Wieso sollte es Ärger geben?

  • Ja, kennst du etwa nicht die Bibelstelle: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Sieh doch: Dein König kommt! Er sitzt auf dem Jungen einer Eselin.“

  • Du meinst, Jesus will sich zum König machen? Das glaube ich nicht!

  • Und wenn doch?

Pharisäer:

  • Da kommt dieser Jesus.
  • Seht nur, was er tut: Er reitet auf einem Eselsfohlen ein!

  • Unerhört! Er macht sich selbst zum Messias! Das ist Gotteslästerung!

  • Lasst ihn nur machen. Endlich haben wir eine Möglichkeit, ihn anzuklagen.

  • Die Römer werden es nicht dulden, dass einer sich zum König erklärt.

Menge:

  • Seht, da hinten ist Jesus!
  • Ich kann ihn in der Menschenmenge kaum erkennen.

  • Warum laufen denn alle zu ihm hin?

  • Ja, hast du denn nicht gehört, was er getan hat? „Er hat den Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn vom Tod auferweckt!“

  • Was? Ist das wahr? Los, nichts wie hin!

  • Keine Chance. Da sind solche Massen von Menschen. Wir kommen nicht zu ihm durch.

  • Ich schaffe es. Ich muss ihn sehen!

Pharisäer:

  • Du mit deinem „lasst ihn nur machen“. Jetzt haben wir den Salat. Seht nur, wie sie von allen Seiten geströmt kommen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen.

  • Wie sie ihm zujubeln. Widerlich.

  • Und dieses „Hosianna!“. Ich kann es nicht mehr hören.

  • Das Volk ist auf seiner Seite. Wir haben verloren.

  • Deine Idee, ihn anzuklagen, kannst du vergessen. Wenn wir ihn jetzt bei den Römern verklagen, machen wir uns beim Volk nur unbeliebt.

  • „Da merkt ihr, dass ihr nichts machen könnt. Seht doch! Alle Welt läuft ihm nach!“

  • Abwarten.

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