wordpress als Gemeindehomepage

Anfrage eine Kollegen:

ich interessiere mich für deine Homepage – du erstellst diese mit wordpress: wie sind dene Erfahrungen – lässt sich das auch als Computer-laie bewältigen?

Ich kann wordpress nur wärmstens empfehlen – wobei es natürlich davon abhängt, was Du von einer Homepage willst und erwartest.
Hier die Gründe, die aus meiner Sicht für WordPress sprechen:

  • es ist kostenlos. Wer mit der domain „kg_xyz.wordpress.com“ zufrieden ist (wobei kg_xyz natürlich für den Namen der Gemeinde steht), kostet die Homepage gar nichts. „Früher“ einmal hieß es, man solle sich „sprechende“ Namen für seine Homepage aussuchen. Aber heutzutage tippt man kaum noch Namen ein, sondern folgt irgendwelchen Links – oder wenn, dann tippt man den Namen max. einmal ein und bookmarkt ihn dann. Für den Anfang würde ich ohnehin mit der kostenlosen Version starten. Später kann man für die Homepage immer noch für rd. 20,- Euro/Jahr eine eigene Domain a la „www.kg_xyz.de“ bestellen. Ein kostenpflichtiges Upgrade ist jederzeit möglich 😉

  • wordpress ist eine Software für Blogs, d.h. es ist für die leichte Erstellung und Veröffentlichung von v.a. Texten, aber auch Bild- und Audio-Dateien optimiert.
    Der Editor, den man im Browser öffnet, hat alles, was man für die Formatierung von Texten braucht; wer mit LibreOffice/OpenOffice, WORD oder PAGES umgehen kann, hat keine Probleme damit. Mit einem Klick ist der Beitrag veröffentlicht.

  • eine „Blogroll“ hat immer den aktuellen Artikel oben, dann folgt eine festgelegte Anzahl von Artikeln (zwischen 3 und 10) darunter; der Rest wird archiviert und ist über die Seitenleiste zugänglich. Damit ist ein Blog sehr gut geeignet, um Veranstaltungen/Nachrichten anzukündigen, weil die aktuellste automatisch oben landet und die alten archiviert werden, aber noch zugänglich sind (weil man mal was nachlesen möchte oder eine Vorlage für den Gemeindebrief braucht).

  • neben dem Blog gibt es auch „statische“ Seiten: Das sind Seiten, die man (ebenfalls mit dem Editor) erstellt und die dann mehr oder weniger unverändert bleiben: Das Impressum (Pflicht!!!), ein Verzeichnis der Anschriften, Ansprechpartner und Gruppen, eine Übersicht der Gottesdienstzeiten und -orte und der Termine (das wären 4 Seiten). Auf diese Seiten kann man im Kopf („Header“) der Seite verlinken, so dass man von dort aus auf die Seiten zugreifen kann.
    Es gibt nur diese beiden Arten von Seiten, d.h. man kann nicht auf zwei statischen Seiten je einen Blog für eine Gemeinde einrichten. Dann sollte man lieber für jede Gemeinde eine eigene Homepage erstellen und die untereinander verlinken – das bringt dann auch höhere Rankings bei den Suchmaschinen, weil der Grad der Verlinkung ein wichtiges Kriterium für die Bewertung der Relevanz einer Seite ist. Je mehr andere Seiten auf eine verweisen, desto wichtiger muss diese sein.

  • wordpress gibt es auch als app für’s Smartphone. Damit kannst Du bequem von unterwegs (z.B. im Pfarrkonvent 😉 etwas posten. Außerdem können Leute, denen Du das zutraust („Redakteure“), Beiträge posten – jeder, der Nutzernamen und Passwort hat, kann Beiträge auf die Seite posten. Das können Fotos oder kurze Texte sein. Damit kannst Du die Gemeinde, v.a. Jugendliche und jüngere Erwachsene, direkt mit einbeziehen, Dir viel Arbeit ersparen und ein Forum schaffen, auf dem Deine Gemeinde(n) zusammenkommen kann (können).
    In diesem Zusammenhang wäre auch die Kommentar-Funktion zu erwähnen: Nutzer können auf Beiträge reagieren, indem sie einen Kommentar schreiben. Du – oder ein anderer Redakteur – schaltet diesen Kommentar frei, wenn er OK ist, d.h. kein SPAM, keine Werbung oder keine beleidigenden/ rassisistischen/ usw. Aussagen enthält. Durch die Kommentare können sich regelrechte Gespräche entwickeln. Oder Du erfährst auf diese Weise, wie Deine Leser „ticken“. Mach Dir aber bitte keine allzu großen Hoffnungen: Die Kommentare, die ich auf meine Texte bekommen habe, kann ich an einer Hand abzählen …

  • wordpress bietet Dir eine Statistik, die Dir anzeigt, von wieviel Leuten welcher Beitrag gelesen wurde, und woher diese Leute kamen (nur Länder anhand der IP-Adressen, keine Orte). Das machen andere Blogs aber auch – und natürlich auch die Anbieter (Provider) von Webseiten.

Ein wichtiger Gedanke vielleicht noch:
Jede Webseite lebt vom Engagement ihrer Betreiber. Je mehr Du dafür gewinnen kannst, an der Webseite mitzuarbeiten, desto erfolgreicher wird sie werden. Immer mehr Leute sehen zuerst auf die Webseite einer Gemeinde, um sich zu informieren oder ein Bild von der Gemeinde zu machen. Damit wird die Webseite zur Visitenkarte. Deshalb: Wenn Du eine Webseite anfängst, musst Du dranbleiben und sie pflegen!

Weiter ist noch wichtig, dass Du Dir keine Wunder erwartest. Es sind zwar eine Menge Leute im Netz, aber sie haben nicht auf Deine Webseite gewartet. Viele Besucher bekommt man nur durch Interaktion, d.h. ich besuche und „like“ die Seiten anderer, dann besuchen und liken sie vielleicht auch meine – vielleicht aber auch nicht. Es dauert einige Zeit, bis man eine „Reputation“ im Netz aufbaut. Präsenz auf Twitter, Instagram, Facebook kann da hilfreich sein. Wenn es Dir nicht auf eine große Zahl von Lesern ankommt und Du Deiner Gemeinde nur eine Möglichkeit anbieten willst, sich zu informieren, kannst Du die Latte viel niedriger hängen. Dann genügt es wirklich, die Seite einigermaßen aktuell zu halten. Aber, wie gesagt: Sollte es Dir gelingen, andere zur Mitarbeit an der Webseite zu bewegen, kann sich daraus durchaus ein kleines Gemeindeaufbauprojekt entwickeln …

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