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Archiv für den Monat März 2017

Johannes 12
Das Evangelium in verteilten Rollen.

Menge:

  • Habt ihr schon gehört? Jesus ist auf dem Weg in die Stadt, er kommt nach Jerusalem!

  • Hat er nicht den Lazarus von den Toten auferweckt?

  • Ja, der ist es!

  • Wer so etwas tun kann, muss übernatürliche Kräfte haben.

  • Ja, natürlich: Jesus ist der Sohn Gottes!

  • Worauf warten wir dann noch? Nichts wie hin! Wir laufen ihm entgegen.

  • Nicht nötig, da kommt er schon!

  • Wo? Ich sehe ihn nicht.

  • Da hinten. Er reitet auf einem Esel.

  • Ist der Esel ausgewachsen, oder ist es ein Jungtier?

  • Wieso? Ist das wichtig?

  • Ja, kennst du denn die Weissagung nicht? Auf einem Eselsfohlen zieht der Messias als König in Jerusalem ein!

  • Es ist ein junger Esel.

  • Dann ist Jesus der Messias!

  • Hurra! Jesus, du bist unser König! Hosianna!

  • Hosianna! Hosianna!

  • Wir wollen den Messias empfangen, wie es sich für einen König gehört.

  • Wir rollen einen roten Teppich für ihn aus!

  • Wo nehmen wir den so schnell her?

  • Wir reißen Zweige von den Palmen ab und streuen sie auf den Weg.

  • Wir legen unsere Jacken und Mäntel auf den Weg, das ist wie ein Teppich.

  • Stimmt alle in unser Loblied ein: Gelobt sei, der im Namen des Herrn kommt! Er ist der König Israels! Hosianna!

Jünger:

  • Was macht Jesus denn da?
  • Er will sich wohl einen Esel ausleihen.

  • Wozu? Er geht doch sonst immer zu Fuß.

  • Keine Ahnung. Sieh mal, jetzt setzt er sich drauf.

  • Er gibt uns ein Zeichen: Wir sollen alle mitkommen.

  • Er will auf dem Esel in Jerusalem einziehen!

  • Oh, das wird Ärger geben!

  • Wieso sollte es Ärger geben?

  • Ja, kennst du etwa nicht die Bibelstelle: „Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Sieh doch: Dein König kommt! Er sitzt auf dem Jungen einer Eselin.“

  • Du meinst, Jesus will sich zum König machen? Das glaube ich nicht!

  • Und wenn doch?

Pharisäer:

  • Da kommt dieser Jesus.
  • Seht nur, was er tut: Er reitet auf einem Eselsfohlen ein!

  • Unerhört! Er macht sich selbst zum Messias! Das ist Gotteslästerung!

  • Lasst ihn nur machen. Endlich haben wir eine Möglichkeit, ihn anzuklagen.

  • Die Römer werden es nicht dulden, dass einer sich zum König erklärt.

Menge:

  • Seht, da hinten ist Jesus!
  • Ich kann ihn in der Menschenmenge kaum erkennen.

  • Warum laufen denn alle zu ihm hin?

  • Ja, hast du denn nicht gehört, was er getan hat? „Er hat den Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn vom Tod auferweckt!“

  • Was? Ist das wahr? Los, nichts wie hin!

  • Keine Chance. Da sind solche Massen von Menschen. Wir kommen nicht zu ihm durch.

  • Ich schaffe es. Ich muss ihn sehen!

Pharisäer:

  • Du mit deinem „lasst ihn nur machen“. Jetzt haben wir den Salat. Seht nur, wie sie von allen Seiten geströmt kommen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen.

  • Wie sie ihm zujubeln. Widerlich.

  • Und dieses „Hosianna!“. Ich kann es nicht mehr hören.

  • Das Volk ist auf seiner Seite. Wir haben verloren.

  • Deine Idee, ihn anzuklagen, kannst du vergessen. Wenn wir ihn jetzt bei den Römern verklagen, machen wir uns beim Volk nur unbeliebt.

  • „Da merkt ihr, dass ihr nichts machen könnt. Seht doch! Alle Welt läuft ihm nach!“

  • Abwarten.

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Es ist gar nicht so leicht, sich ein Passwort auszudenken. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass „Passwort“ gar nicht geht, auch „12345“ nicht. Viele Webseiten zwingen durch die Vorgabe einer Mindestanzahl an Zeichen und der Verwendung von Zahlen, Großbuchstaben und Sonderzeichen die Nutzer dazu, ein sicheres Passwort zu wählen. Das ist gut und richtig so – aber wie soll man sich so ein Passwort merken?

Bibelleser*innen sind da ganz klar im Vorteil. Eine Bibelstelle wie 1.Mose 1,1 erfüllt nämlich alle Vorgaben:

  • sie enthält Zahlen und Buchstaben
  • sie verwendet Klein- und Großschreibung und
  • sie verwendet Sonderzeichen (hier: das Komma und die Leertaste)

Bibelstellen lassen sich leicht merken – wenn es ein Bibelwort ist, das einem etwas bedeutet wie der Tauf-, Konfirmations- oder Trauspruch. Man kann aber auch die Tageslosung nehmen und sich im Losungsheft notieren, für welche Webseite man diese Bibelstelle benutzt hat.

Schön und gut, mag man einwenden. Aber durch meinen Post habe ich doch jetzt den Trick verraten. Die nötige kriminelle Energie (bzw. Programmierkenntnisse) vorausgesetzt, könnte ein Angreifer einfach alle Bibelstellen durchprobieren, um mein Passwort zu knacken. Da die Bibelstellen endlich sind und sie einem festen Schema folgen, wäre so ein Angriff nicht schwer zu programmieren.

Das stimmt. Aber allein für die Bibelstelle 1.Mose 1,1 gibt es eine ganze Reihe üblicher Schreibweisen; ein Angreifer müsste erst einmal wissen, welche ich benutze:

Genesis 1,1
Gen 1,1
1.Mose 1,1
1.Mose 1:1
1.Mose, Kapitel 1, Vers 1
Bereschit 1,1 usw.

Wer noch einen höheren Grad an Sicherheit sucht, kann einen absichtlichen Fehler in die Bibelstelle einbauen, also z.B.

Gennesis 1,1
Gene$is 1,1
1.Mose EinzEinz
1.Mohse I,i usw.

Damit sollten unsichere Passwörter im Pfarramt der Vergangenheit angehören 😉

Anfrage eine Kollegen:

ich interessiere mich für deine Homepage – du erstellst diese mit wordpress: wie sind dene Erfahrungen – lässt sich das auch als Computer-laie bewältigen?

Ich kann wordpress nur wärmstens empfehlen – wobei es natürlich davon abhängt, was Du von einer Homepage willst und erwartest.
Hier die Gründe, die aus meiner Sicht für WordPress sprechen:

  • es ist kostenlos. Wer mit der domain „kg_xyz.wordpress.com“ zufrieden ist (wobei kg_xyz natürlich für den Namen der Gemeinde steht), kostet die Homepage gar nichts. „Früher“ einmal hieß es, man solle sich „sprechende“ Namen für seine Homepage aussuchen. Aber heutzutage tippt man kaum noch Namen ein, sondern folgt irgendwelchen Links – oder wenn, dann tippt man den Namen max. einmal ein und bookmarkt ihn dann. Für den Anfang würde ich ohnehin mit der kostenlosen Version starten. Später kann man für die Homepage immer noch für rd. 20,- Euro/Jahr eine eigene Domain a la „www.kg_xyz.de“ bestellen. Ein kostenpflichtiges Upgrade ist jederzeit möglich 😉

  • wordpress ist eine Software für Blogs, d.h. es ist für die leichte Erstellung und Veröffentlichung von v.a. Texten, aber auch Bild- und Audio-Dateien optimiert.
    Der Editor, den man im Browser öffnet, hat alles, was man für die Formatierung von Texten braucht; wer mit LibreOffice/OpenOffice, WORD oder PAGES umgehen kann, hat keine Probleme damit. Mit einem Klick ist der Beitrag veröffentlicht.

  • eine „Blogroll“ hat immer den aktuellen Artikel oben, dann folgt eine festgelegte Anzahl von Artikeln (zwischen 3 und 10) darunter; der Rest wird archiviert und ist über die Seitenleiste zugänglich. Damit ist ein Blog sehr gut geeignet, um Veranstaltungen/Nachrichten anzukündigen, weil die aktuellste automatisch oben landet und die alten archiviert werden, aber noch zugänglich sind (weil man mal was nachlesen möchte oder eine Vorlage für den Gemeindebrief braucht).

  • neben dem Blog gibt es auch „statische“ Seiten: Das sind Seiten, die man (ebenfalls mit dem Editor) erstellt und die dann mehr oder weniger unverändert bleiben: Das Impressum (Pflicht!!!), ein Verzeichnis der Anschriften, Ansprechpartner und Gruppen, eine Übersicht der Gottesdienstzeiten und -orte und der Termine (das wären 4 Seiten). Auf diese Seiten kann man im Kopf („Header“) der Seite verlinken, so dass man von dort aus auf die Seiten zugreifen kann.
    Es gibt nur diese beiden Arten von Seiten, d.h. man kann nicht auf zwei statischen Seiten je einen Blog für eine Gemeinde einrichten. Dann sollte man lieber für jede Gemeinde eine eigene Homepage erstellen und die untereinander verlinken – das bringt dann auch höhere Rankings bei den Suchmaschinen, weil der Grad der Verlinkung ein wichtiges Kriterium für die Bewertung der Relevanz einer Seite ist. Je mehr andere Seiten auf eine verweisen, desto wichtiger muss diese sein.

  • wordpress gibt es auch als app für’s Smartphone. Damit kannst Du bequem von unterwegs (z.B. im Pfarrkonvent 😉 etwas posten. Außerdem können Leute, denen Du das zutraust („Redakteure“), Beiträge posten – jeder, der Nutzernamen und Passwort hat, kann Beiträge auf die Seite posten. Das können Fotos oder kurze Texte sein. Damit kannst Du die Gemeinde, v.a. Jugendliche und jüngere Erwachsene, direkt mit einbeziehen, Dir viel Arbeit ersparen und ein Forum schaffen, auf dem Deine Gemeinde(n) zusammenkommen kann (können).
    In diesem Zusammenhang wäre auch die Kommentar-Funktion zu erwähnen: Nutzer können auf Beiträge reagieren, indem sie einen Kommentar schreiben. Du – oder ein anderer Redakteur – schaltet diesen Kommentar frei, wenn er OK ist, d.h. kein SPAM, keine Werbung oder keine beleidigenden/ rassisistischen/ usw. Aussagen enthält. Durch die Kommentare können sich regelrechte Gespräche entwickeln. Oder Du erfährst auf diese Weise, wie Deine Leser „ticken“. Mach Dir aber bitte keine allzu großen Hoffnungen: Die Kommentare, die ich auf meine Texte bekommen habe, kann ich an einer Hand abzählen …

  • wordpress bietet Dir eine Statistik, die Dir anzeigt, von wieviel Leuten welcher Beitrag gelesen wurde, und woher diese Leute kamen (nur Länder anhand der IP-Adressen, keine Orte). Das machen andere Blogs aber auch – und natürlich auch die Anbieter (Provider) von Webseiten.

Ein wichtiger Gedanke vielleicht noch:
Jede Webseite lebt vom Engagement ihrer Betreiber. Je mehr Du dafür gewinnen kannst, an der Webseite mitzuarbeiten, desto erfolgreicher wird sie werden. Immer mehr Leute sehen zuerst auf die Webseite einer Gemeinde, um sich zu informieren oder ein Bild von der Gemeinde zu machen. Damit wird die Webseite zur Visitenkarte. Deshalb: Wenn Du eine Webseite anfängst, musst Du dranbleiben und sie pflegen!

Weiter ist noch wichtig, dass Du Dir keine Wunder erwartest. Es sind zwar eine Menge Leute im Netz, aber sie haben nicht auf Deine Webseite gewartet. Viele Besucher bekommt man nur durch Interaktion, d.h. ich besuche und „like“ die Seiten anderer, dann besuchen und liken sie vielleicht auch meine – vielleicht aber auch nicht. Es dauert einige Zeit, bis man eine „Reputation“ im Netz aufbaut. Präsenz auf Twitter, Instagram, Facebook kann da hilfreich sein. Wenn es Dir nicht auf eine große Zahl von Lesern ankommt und Du Deiner Gemeinde nur eine Möglichkeit anbieten willst, sich zu informieren, kannst Du die Latte viel niedriger hängen. Dann genügt es wirklich, die Seite einigermaßen aktuell zu halten. Aber, wie gesagt: Sollte es Dir gelingen, andere zur Mitarbeit an der Webseite zu bewegen, kann sich daraus durchaus ein kleines Gemeindeaufbauprojekt entwickeln …