Archiv

Archiv für den Monat Februar 2017

#automatos

Günter Lierschof (@gunterlierschof) hat meinen ersten Podcast kommentiert mit „ja schön, wieso nicht jeden Sonntag?“ So etwas lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Darum gibt es jetzt eine Fortsetzung. Diesmal aber aus Zeitmangel eine echte Predigt, gerahmt von zwei Liedern, die von mir persönlich zur Gitarre gesungen werden. Glücklicherweise ist die Tonqualität meines Laptopmikrofons so schlecht, dass das Gesinge erträglich bleibt. Falls Günter Lierschof auch nach diesem Predigtpodcast noch eine Fortsetzung fordert, schaffe ich mir ein richtiges Mikrofon an.

Das Lied vor der Predigt ist „Gott hat das erste Wort“, EG 199. Eine Übertragung des niederländischen „God heeft het eerste woord“ von Jan de Wit (1965) durch Markus Jenny (1970).
Das Lied nach der Predigt steht im Anhang des Bayrisch-Thüringischen EG unter der Nr. 668 „O Gott, von dem wir alles haben“ und stammt von Kaspar Neumann (um 1700); die Melodie stammt von dem Lied EG 330 „O dass ich tausend Zungen hätte“.

Die Predigt (zum Mit- oder Nachlesen) ist auf https://bloghuette.blogspot.de/2017/02/automatisch.html veröffentlicht.

Der Podcast findet sich auf Mixlr unter http://mixlr.com/güntzel-schmidt/showreel/automatos/.

Advertisements

#zawlazaw

I. Zur Genese

a) Ein Auftrag

b) Der hebräische Text

c) Die Übersetzung

d) Die avisierte Predigt

e) Die Absage

Deshalb nun statt Predigt ein Podcast über Jesaja 28,7-15

II. Fahrplan:

1) BEFIEHL du deine Wege
und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege
des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken Luft und Winden
gibt Wege, Lauf und Bahn
der wird auch Wege finden,
da dein Fuß gehen kann.

2) DEM HERREN musst du trauen,
wenn dir’s soll wohlergehn;
auf sein Werk musst du schauen,
wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
und mit selbsteigner Pein
lässt Gott sich gar nichts nehmen:
es muss erbeten sein.

4) WEG hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir’s nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.

und

  • eine phänomenologische Annäherung an den Text: ein poetischer Text; Sprecherwechsel; unklare Bezüge (Gott? der Profet?)

  • Nachdenken über #zawlazaw I: die verschiedenen Bedeutungsebenen (Schule? Gebote?) und warum mir die Sesamstraße einfällt

  • der historische Rahmen: wer ist die „strömende Geissel“? 28,1-6 beschreibt die Endzeit Samarias (727-721 v. Chr.): 724 fällt König Hosea von Assyrien ab, indem er die Tributzahlungen einstellt und diplomatischen Kontakt mit Ägypten aufnimmt. Daraufhin belagern assyr. Truppen Samaria und nehmen sie schließlich ein => Ende des Nordreiches Israel. Die Verse 7ff drohen dasselbe Schicksal Jerusalem an, wenn es sich von Assur ab- und Ägypten zuwendet. Die „strömende Geißel“ ist also Assur in Person Sargon II. Wäre der Ruheplatz (Vers 12) also das Ausharren als assyrischer Vasall, statt sich gegen die herrschende Macht mit einer anderen Macht (Ägypten) zu verbünden?

  • Kinderkram

  • Vom Scheißen auf die Tische https://soundcloud.com/stefan-m-seydel-1/der-morgen-nach-podlog-30: Stefan liegt richtig mit der Annahme von Tischledern

  • Nachdenken über #zawlazaw II: Das Wort wird den Spöttern im Munde herumgedreht und kehrt sich gegen sie als Drohwort => Das (im Munde) herumgedrehte Wort als Schlüssel zum Text? Vers 7: Die Sprecher sind besoffen und verdrehen Wahrheit und Recht; Vers 10: Was der Profet sagt, klingt wie Kindergebrabbel => Vers 12: Gott redet nur noch im Gestammel (“Aus dem Mund der Kleinkinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen“, Psalm 8,3); Vers 15: Die Sprecher bedienen sich #alternativeFacts

  • Schlusslied: Wer nur den lieben Gott lässt walten http://www.liederdatenbank.de/song/1595

1) Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

2) Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

6) Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
und ist dem Höchsten alles gleich:
Den Reichen klein und arm zu machen,
den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
der bald erhöhn, bald stürzen kann.

7) Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu;
denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

III. Der Link zum Predigtcast: http://mixlr.com/güntzel-schmidt/showreel/zawlazaw … 

IV. Berichtigungen

  • Samaria fiel 722 v. Chr., nicht 733