Ratschläge für eine gemeindliche Willkommenskultur

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Diese Ratschläge von Pete Broadbent sollte man in allen Gemeindekirchenräten besprechen (und sich hoffentlich zu Herzen nehmen). Deshalb hier noch einmal auf Deutsch:

  • Serviert anständigen Kaffee: Nie mehr miesen Instant-Kaffee in alten Teekannen.
  • Besorgt euch ein gut geschultes Begrüßungsteam – nicht einen Haufen depressiv aussehender Leute, die im Hintergrund in den Gesangbüchern blättern.
  • Erstellt einen Nachsorgeplan: Behaltet neue Gottesdienstbesucher im Auge, besucht sie frühzeitig, ladet sie zu einem Willkommensessen ein. Falls sie nicht bleiben, geht noch einmal hin und findet heraus, was sie vom Kommen abhielt.
  • Bietet eine Auswahl an Gottesdienstoptionen an (das ist nicht neu: Es gab immer schon 8.00 Uhr für die Individualisten, 10.30 Uhr für die Familien und die 18.30 Uhr Abendandacht für die Depressiven!). Konsumverhalten bedeutet, dass wir den Leuten eine Vielzahl von Möglichkeiten anbieten müssen, einschließlich Kirchenkaffee, Gottesdienste im Freien, traditioneller Gottesdienst.
  • Kommt aus eurem Gebäude heraus. Mission ist heute zentrifugal, nicht zentripetal. Die alte „komm zur Kirche und entdecke das Geheimnis“-Leier hat wenig Zug, wenn  keiner mehr kommt. Veranstaltet Feste, Gottesdienste im Park, Hilfseinsätze in der Wohngemeinde. Macht von euch reden.
  • Erstellt eine ordentliche Webseite, die gut gewartet wird. Die meisten Menschen suchen heute online, zu welcher Kirche sie gehen wollen.
  • Verlegt Teppich in eurer Kirche, wenn es möglich ist. Und besorgt bequeme Stühle. Niemand geht mehr in eine verwarzte Kneipe, und ebenso will niemand mehr in einem zugigen Gebäude auf Holzbänken sitzen, mit mottenzerfressenen Kissen und Kniepolstern, die zu Napoleons Zeiten bestickt wurden. Es sei denn, ihr seid mittelalterlich und historisch. In diesem Falle: Macht was draus!
  • Trennt euch von der Riege von Leuten, die die Kirche 40 Jahre lang geleitet haben. Überzeugt sie davon, zurückzutreten. Ehrt ihren Beitrag. Aber wenn sie alles blockieren, hören sie auf, ein Teil der Lösung zu sein, und werden Teil des Problems.
  • Breitet euch energisch aus. Habt keine Angst, Dinge auszuprobieren und damit zu scheitern. Arbeitet auf Plätzen, in Schulen (und nehmt die Schulseelsorgerin mit an Bord), in Kneipen und Cafés. Arbeitet mit anderen Konfessionen zusammen, die euch dabei helfen können.
  • Betet. Betet. Betet. Betet. Und betet. Was nicht in Gott und im Leben des Heiligen Geistes verwurzelt ist, wird nicht funktionieren.

    Pete Broadbent
    Bischof von Willesden

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