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Archiv für den Monat Januar 2016

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Diese Ratschläge von Pete Broadbent sollte man in allen Gemeindekirchenräten besprechen (und sich hoffentlich zu Herzen nehmen). Deshalb hier noch einmal auf Deutsch:

  • Serviert anständigen Kaffee: Nie mehr miesen Instant-Kaffee in alten Teekannen.
  • Besorgt euch ein gut geschultes Begrüßungsteam – nicht einen Haufen depressiv aussehender Leute, die im Hintergrund in den Gesangbüchern blättern.
  • Erstellt einen Nachsorgeplan: Behaltet neue Gottesdienstbesucher im Auge, besucht sie frühzeitig, ladet sie zu einem Willkommensessen ein. Falls sie nicht bleiben, geht noch einmal hin und findet heraus, was sie vom Kommen abhielt.
  • Bietet eine Auswahl an Gottesdienstoptionen an (das ist nicht neu: Es gab immer schon 8.00 Uhr für die Individualisten, 10.30 Uhr für die Familien und die 18.30 Uhr Abendandacht für die Depressiven!). Konsumverhalten bedeutet, dass wir den Leuten eine Vielzahl von Möglichkeiten anbieten müssen, einschließlich Kirchenkaffee, Gottesdienste im Freien, traditioneller Gottesdienst.
  • Kommt aus eurem Gebäude heraus. Mission ist heute zentrifugal, nicht zentripetal. Die alte „komm zur Kirche und entdecke das Geheimnis“-Leier hat wenig Zug, wenn  keiner mehr kommt. Veranstaltet Feste, Gottesdienste im Park, Hilfseinsätze in der Wohngemeinde. Macht von euch reden.
  • Erstellt eine ordentliche Webseite, die gut gewartet wird. Die meisten Menschen suchen heute online, zu welcher Kirche sie gehen wollen.
  • Verlegt Teppich in eurer Kirche, wenn es möglich ist. Und besorgt bequeme Stühle. Niemand geht mehr in eine verwarzte Kneipe, und ebenso will niemand mehr in einem zugigen Gebäude auf Holzbänken sitzen, mit mottenzerfressenen Kissen und Kniepolstern, die zu Napoleons Zeiten bestickt wurden. Es sei denn, ihr seid mittelalterlich und historisch. In diesem Falle: Macht was draus!
  • Trennt euch von der Riege von Leuten, die die Kirche 40 Jahre lang geleitet haben. Überzeugt sie davon, zurückzutreten. Ehrt ihren Beitrag. Aber wenn sie alles blockieren, hören sie auf, ein Teil der Lösung zu sein, und werden Teil des Problems.
  • Breitet euch energisch aus. Habt keine Angst, Dinge auszuprobieren und damit zu scheitern. Arbeitet auf Plätzen, in Schulen (und nehmt die Schulseelsorgerin mit an Bord), in Kneipen und Cafés. Arbeitet mit anderen Konfessionen zusammen, die euch dabei helfen können.
  • Betet. Betet. Betet. Betet. Und betet. Was nicht in Gott und im Leben des Heiligen Geistes verwurzelt ist, wird nicht funktionieren.

    Pete Broadbent
    Bischof von Willesden

Als wir auf das Gymnasium wechselten, waren unsere bisherigen Schulfreunde plötzlich keine mehr. Sie wollten mit uns nichts mehr zu tun haben. Mein Freund, der das nicht wahrhaben wollte, holte sich ein „Hau ab, du Gymnasiast!“, ab. Das war meine erste Erfahrung mit dem Nicht Dazugehören. Seitdem habe ich sie unzählige Male gemacht: als Sohn eines Landwirts war ich doch kein Bauer, weil ich, wie mein Vater sagte, von Landwirtschaft keine Ahnung hatte. Aber im Büro hieß es, als ich mal keine Krawatte einband: „Sie sehen aus wie ein Bauer!“ In meinem Heimatdorf aufgewachsen, gehörte ich doch nicht dazu, weil ich manchmal barfuß lief und lange Haare hatte. Aber für die Mitschüler aus der Stadt war ich ein „Dörfler“. Als wir uns im Studentenwohnheim über unsere Herkunft austauschten, sagte ich „Norddeutschland“, worauf mich ein Schleswig-Holsteiner barsch zurechtwies, ich sei doch kein Norddeutscher; das reiche nur bis zur Elbe.
Ich könnte noch viele weitere solche Erlebnisse aufzählen. Sie reichen bis in die Gegenwart. In Thüringen wurde mir gesagt, nie würde ich ein Thüringer sein, obwohl ich seit drei Jahren Bürger dieses Bundeslandes bin. Außerdem, Wessi bleibe Wessi, das würde sich niemals ändern.

Jede dieser Erfahrungen hat mich ratlos und traurig zurückgelassen. Warum nur wird betont, dass ich nicht dazugehöre? Warum ist das so wichtig? Und warum geht man so selbstverständlich davon aus, dass ich dazugehören will?
Anfangs dachte ich, es läge an mir, dass man mich vielleicht nicht dabei haben wolle. Aber dann stellte ich fest, das andere die gleiche Erfahrung machten. Außerdem wollte und will man mich dabei haben. Es war und ist offenbar nur wichtig, dass ich nicht „wirklich“ dazu gehöre, sondern nur ein Gast bin.

„Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand; der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland“, dichtet Paul Gerhardt (EG 529). Längst habe ich mich daran gewöhnt, nur Gast zu sein. Und wenn ich ehrlich bin, will ich es auch gar nicht anders haben. Denn die Dazugehörigkeit gibt es nur um den Preis des Ausgrenzens anderer. Und doch macht mich immer noch traurig, dass gerade in Kirchengemeinden besonders viel Wert auf Zugehörigkeit gelegt wird. Noch immer ist es für die meisten undenkbar, in die Nachbargemeinde zum Gottesdienst zu gehen, mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten. Aber auch innerhalb der Gemeinde wird unterschieden zwischen den Engagierten und den „Weihnachtschristen“, die sich nur einmal im Jahr in der Kirche blicken lassen. Dabei hat Jesus immer und immer wieder eingeladen, ohne nach Herkunft oder Würdigkeit zu fragen – im Gegenteil: wer von anderen ausgegrenzt und an den Rand gedrängt wurde, war ihm gerade recht. „Kommt her zu mir, alle, ruft er (Matthäus 11,28). Würdig ist man nicht durch Abstammung, Herkunft, Leistung, sondern „alle, die ihr mühselig und beladen seid“, sind eingeladen.
Darum bin ich Pfarrer geworden: Weil die Kirche der einzige Ort ist, an dem – jedenfalls in der Theorie – kein Unterschied gemacht wird. Weil sie ein Ort ist, an dem man „weder Jude noch Grieche, weder Sklave noch Freier, weder Mann noch Frau“ ist, sondern alle eins sind in Christus“ (Galater 3,28).

Ich wünsche mir, dass in der Kirche aufgehört wird, nach der Herkunft zu fragen, und angefangen wird, die Türen für alle zu öffnen, die kommen wollen. Dass Gemeinden ihre Grenzen nicht schließen, sondern vergessen. Dass man Fremde im Gottesdienst nicht argwöhnisch beäugt und allein sitzen lässt, sondern sie herzlich willkommen heißt und sich neben sie setzt.

 

Ich bin alles andere als ein Fachmann, sondern nur ein interessierter Laie. Aber da ich gebeten wurde, eine Entscheidungshilfe für den Kauf eines neuen Rechners zu geben, dachte ich, die könnte auch anderen nützlich sein; deshalb stelle ich sie hier ein. Die Infos richten sich an einen Computereinsteiger (Schüler).

1. Zuerst geht es um die Wahl des Betriebssystems, mit dem Du arbeiten willst, die SOFTWARE. Davon hängt auch ein wenig die Kaufentscheidung beim Computer ab, weil die Software unterschiedlich hohe Ansprüche an die Rechenleistung stellt bzw. sie oft vorinstalliert (Windows) oder nur zusammen mit der Hardware erhältlich ist (Apple).

a. Was ist Dir wichtig? Kreuze an (auch mehrere Kästchen sind möglich).

[   ]  Der Computer soll zuverlässig funktionieren, ohne dass ich dazu etwas lernen muss -> Apple, (Linux*)
[   ] Ich bin bereit, mich langfristig ein bisschen einzuarbeiten -> Windows
[   ] Ich würde gern meinen Computer „im Griff“ haben und so viel wie möglich selbst bestimmen und gestalten können -> Windows Professional, Linux, FreeBSD, (Apple **)

* Es gibt Linux-Distributionen (Ubuntu, Fedora), die man ohne jede Vorkenntnisse installieren und bedienen kann.

** Man kann Apple wie Linux völlig frei konfigurieren. Dazu muss man sich allerdings sehr gut auskennen, damit man weiß, was man tut.

b. Was ist Dir wichtig? Kreuze an (auch mehrere Kästchen sind möglich):

[   ] Ich möchte Spiele auf meinem Rechner zocken -> Windows *
[   ] Ich möchte bekannte Programme wie WORD oder EXCEL nutzen -> Windows **
[   ] Ich möchte, dass alle Programme zuverlässig und reibungslos funktionieren. Es soll niemals Probleme geben -> Apple
[   ] Ich möchte eine riesige Auswahl an Programmen haben, die immer auf dem neusten Stand sind. Ich interessiere mich vor allem für technische/ wissenschaftliche Programme -> Linux

* Die gängigen Spiele laufen nur auf Windows-Rechnern. Es gibt ziemlich viele Spiele in Apples App-Store, die kosten aber alle Geld. Für Linux gibt es nur sehr wenige Spiele, die zudem noch ziemlich „speziell“ (sprich: langweilig) sind. Man kann auf einem Linux-Rechner eine Virtuelle Arbeitsumgebung (VM) einrichten, in der man ein Windows installiert, das man dann für Spiele nutzen kann. Das Windows „glaubt“, es sei auf einem, eigenen Rechner. Durch die VM wird aber die Leistung des Rechners eingeschränkt -> Ballerspiele funktionieren eher nicht.

** Die freie Software LibreOffice (auf Linux-Rechnern standardmäßig) hat den selben Funktionsumfang wie WORD und EXCEL, kostet aber nichts. Mit LibreOffice kann man WORD und EXCEL-Dateien öffnen, bearbeiten und im WORD- bzw. EXCEL-Format abspeichern. LibreOffice läuft auch auf Windows-Rechnern. Wenn man Wert auf Ästhetik legt, führt an Apples Pages (fast) kein Weg vorbei.

Auswertung:
Zähle zusammen, welches Betriebssystem die meisten Stimmen von Dir bekommen hat -> das ist Dein Betriebssystem. Bei einem Unentschieden musst Du noch mal zurück und Deine Stimmen gewichten. Das geht so: Hast Du z.B. 4 Kreuze gemacht, verteilst Du die Zahlen von 1-4 auf die Kästchen. Wenn Du jetzt zusammenzählst, müsstest Du ein eindeutiges Ergebnis haben.

Nun einige kurze Infos zu den Betriebssystemen:

1. Windows
Das am meisten verbreitete Betriebssystem – Vorteile: (fast) alle Programme und Spiele laufen auf Windows-Rechnern bzw. sind nur für sie geschrieben. In den Schulen, Universitäten, Betrieben werden überwiegend Windows-Rechner eingesetzt; es ist also gut, sie bedienen zu können. Windows läuft auf jedem Rechner und mit jedem Drucker/ Scanner/ …

Nachteile: Für Windows gibt es auch die meiste Schadsoftware – ein Virenscanner ist Pflicht! Gute Virenscanner kosten Geld (ca. 20 Euro/ Jahr) und Rechenpower und halten täglich beim Start des Rechners auf, weil sie die Virendateien aktualisieren müssen. Windows ist auf den ersten Blick einfach zu bedienen. Um aber mit den vielen Problemen fertig zu werden, die leider doch immer wieder auftauchen, muss man sich notgedrungen in das Betriebssystem einarbeiten – darauf sollte man sich von vornherein einstellen.
Beim Kauf eines Laptop oder PC ist Windows schon aufgespielt (sog. OEM-Distribution); manchmal gibt es eine DVD mit der Software dazu, manchmal muss man sie sich selber brennen. Bei den OEM-Rechnern bekommt man meistens Windows Home; die reicht prinzipiell für die meisten Anwendungen, ist aber abgespeckt. Ich würde unbedingt Windows Professional nehmen, weil die Erfahrung lehrt, dass man irgendwann doch die Möglichkeiten nutzen möchte, die die Profi-Version bietet und die Home-Version nicht. Ohne Rechner kostet Windows 10 ca. 50 Euro; es gibt Schüler- und Studentenpreise (Nachweis erforderlich).

2. Linux
Ist – wie übrigens auch Apples iOS – ein Betriebssystem auf UNIX-Basis. UNIX wird auf kommerziellen Rechnern eingesetzt (Servern z.B.). Wer sich näher mit Computern befasst, kommt um UNIX nicht herum.
Früher galt Linux als ein Betriebssystem für Freaks und Nerds. Das ist heute nicht mehr so. Fast alle Distributionen lassen sich kinderleicht installieren – allerdings nur, wenn die Hardware nicht zu neu ist und keine zu billigen Komponenten verbaut hat. Damit ein Rechner läuft, braucht er nämlich sogenannte „Treiber“, die stellen die Verbindung zwischen dem Betriebssystem und der verbauten Hardware her. Manche Hersteller legen den Code für ihre Treiber offen, so dass sie in das Linux-Betriebssystem integriert werden können. Andere tun das nicht; dann dauert es ziemlich lange, bis funktionierende Ersatztreiber programmiert worden sind. Wenn man Linux auf einem Rechner installieren will, sollte man also nicht das neueste Modell kaufen und auf eine Marke zurückgreifen, die auch Marken-Hardware verbaut, damit man bei der Installation keine böse Überraschung erlebt.
Um Linux installieren zu können, braucht man einen anderen Rechner, auf dem man eine sog. „Distribution“ („Distro“) herunterladen und brennen oder auf einem USB-Stick installieren kann. „Distributionen“ heißen die verschiedenen Linux-Programme deshalb, weil sie alle auf den selben, von Linus Thorvalds entwickelten und betreuten Linux-Kern („kernel“) zurückgreifen, aber jeweils ein bisschen anders aufgebaut sind. Die bekanntesten:
Debian – die sicherste Distribution, geht garantiert nicht kaputt. Ähnlich zuverlässig wie OSX von Apple. Nachteil: Die Software hinkt der aktuellen Entwicklung um 1-2 Jahre hinterher, läuft deshalb nicht auf allerneuester Hardware und bietet auch nicht die allerneusten Programme.
SuSe – eine deutsche Distro – man braucht keine Englischkenntnisse, um sie installieren und bedienen zu können (alle anderen sind mehr oder weniger umfangreich eingedeutscht), aktuelle Programme
Ubuntu – die verbreitetste Distro, basiert auf Debian, hat aktuelle Software.
Fedora – die aktuellste Distro. Neue Software wird zuerst hier veröffentlicht, was aber manchmal zu Problemen führt. Deshalb sollte man sich schon ein bisschen auskennen und seine Daten gut sichern, wenn man sie benutzt

3. Apple
Apples Betriebssystem für Rechner heißt OSX. Es gibt die Software nicht ohne Rechner zu kaufen; Software und Rechner bilden eine Einheit. Vorteil: Alles funktioniert absolut zuverlässig, es gibt keine unliebsamen Überraschungen. Man „versteht“ OSX auf Anhieb und braucht keine Anleitung. Es ist das fortschrittlichste Betriebssystem, was die Vernetzung mit dem Internet und die Integration von Tablets und Smartphone mit dem Rechner darstellt. Nachteil: Man muss die Apple- Rechner kaufen, um OSX benutzen zu können und zahlt dafür mind. den doppelten Preis eines vergleichbaren Rechners.

 

2. Weiter geht’s: Kommen wir zur HARDWARE. Kreuze bitte wieder an; es sind auch hier mehrere Nennungen möglich:

Am wichtigsten ist mir:

[   ] Der Rechner soll möglichst preiswert sein
[   ] Der Rechner soll ordentlich Rechenpower haben, v.a. Spiele sollen sich flüssig zocken lassen
[   ] Der Rechner soll oft ohne Stromanschluss auskommen können
[   ] Ich will den Rechner mit zur Schule/ zu Freunden/ in die Bibliothek nehmen können
[   ] Ich will mir frühestens in 10 Jahren wieder einen neuen Rechner anschaffen müssen
[   ] Der Rechner soll möglichst leicht sein, damit mir beim Zocken oder Surfen nicht die  Beine einschlafen/ ich mir beim Transport keinen Bruch hebe
[   ] Der Rechner soll ein super Display haben, damit ich Filme/ Fotos gestochen scharf sehe
[   ] Der Rechner soll schnell starten, zuverlässig aus dem Ruhezustand aufwachen
[   ] Der Rechner soll wenig Energie verbrauchen
[   ] Ich will den Rechner über Touchscreen bedienen können

Rechnertypen:

PC: Kommt im großen Gehäuse („Tower“), aber auch im mittelgroßen („Midi-Tower“ bzw. „Midi- System) und als Mini-PC daher. Je größer das Gehäuse, desto besser die Lüftung und desto einfacher die Erweiterung/ der Umbau des PCs.
Die schnellsten Chips und Grafikkarten laufen nur in PCs, weil sie mehr Strom ziehen, als ein Laptop bieten und wegkühlen kann. Je aufwändiger das Spiel, desto mehr arbeiten die Chips = desto heißer wird der Rechner. Ein Spiele-PC ist laut, weil ständig Lüfter laufen.
Wenn man einen PC zum Arbeiten nutzen will, sollte man unbedingt auf leise Lüfter oder sogar passive Kühlung achten.
Vorteile: leicht erweiterbar, höchste Leistung, vergleichsweise preiswert (brauchbare PCs fangen bei 300,- Euro an; für einen guten PC muss man ca. 500,- Euro anlegen; ein Spiele-PC mit guter Leistung liegt bei 800,- Euro. Dazu kommen dann noch Monitor, Tatstatur und Maus = ca. 200,- Euro)
Nachteile: je nach verbauter Hardware hoher Energieverbrauch, nicht (oder kaum) tansportabel, auf Strom angewiesen
PCs werden i.d.R. mit Windows vorinstalliert (OEM) verkauft. Linux lässt sich ziemlich problemlos installieren.

Laptop: Tragbarer Computer mit noch relativ hoher Rechenleistung; gibt’s auch als Spiele-Laptop mit eingebauter Spielegrafik; Gewicht > 2kg. Je nach Fabrikat noch einigermaßen leicht zu erweitern (Austausch von Akku oder Festplatte, Erweiterung des RAM-Speichers).
Vorteil: Kompletter Rechner, den man relativ leicht transportieren kann, hohe Rechenleistung Nachteil: zu schwer, um ihn mit sich herumzuschleppen, Akku macht v.a. bei Spiele-Laptops nach spätestens 2 Std. schlapp.
Laptops gibt es mit Windows vorinstalliert. Die Installation von Linux ist nicht einfach; man sollte sich unbedingt vorher schlau machen, ob Linux überhaupt auf dem gewünschten Gerät läuft (Webseite: http://www.linux-on-laptops.com listet alle Geräte auf). Man kann auch Laptops mit fertig installiertem Linux kaufen.

Netbook/ Tablet: Hier steht die Beweglichkeit im Vordergrund. Tablets/ Netbooks wiegen deutlich < 2kg, was zu Lasten der Rechenleistung und der Größe des Bildschirms geht. Spiele laufen darauf eher nicht. Dafür sehen sie schick aus, man kann sie problemlos mit zur Schule/ Uni/ Bibliothek nehmen, sie laufen ewig mit Akku (Laufzeit > 8 Stunden), und es gibt sie mit Touchscreen (nur Windows, das kann Linux noch nicht). Manche Tablets bieten die Möglichkeit, zwischen Windows und Android zu wechseln (d.h. Android in Windows zu öffnen).

Die Hardwareausstattung eines PC oder Laptop:

Der Prozessor: Zwei große Firmen konkurrieren miteinander: AMD und Intel. Die Chips von Intel sind um Größenordnungen schneller als die von AMD, dafür sind letztere deutlich billiger. In einem preiswerten Rechner steckt meist ein AMD-Prozessor. Für Geschwindigkeit und Zukunftssicherheit stehen die Prozessoren von Intel. Der Prozessor macht bis zu 1/4 des Rechnerpreises aus.

Die Grafikkarte: In Bürorechnern ist der Grafikchip integriert, damit kann man allerdings keine Spiele zocken. Dafür braucht man eine eigene Grafikkarte; auch hier stehen sich zwei Konkurrenten gegenüber: NVIDIA und ATI (Radeon, eine Tochter von AMD). Für Linux-PCs sind die AMD-Karten besser geeignet, weil NVIDIA seine Treiber nicht veröffentlicht. Die aktuellen Grafikarten sind für die meisten Spiele ausreichend. Will man „ernsthaft“ spielen oder strebt man nach größtmöglicher Spielgeschwindigkeit und/oder Auflösung, muss man > 200,- Euro anlegen. Die ganz teuren Grafikarten sind für den Betrieb von Monitoren mit extrem hoher Auflösung (4k = 4.000 Pixel), von mehreren Monitoren oder für aufwändige Berechnungen gedacht.

Der RAM-Speicher: Das ist der Speicher, in den die aktuell aufgerufenen Programme eingelesen werden und aus dem der Prozessor seine Daten holt. Je mehr RAM-Speicher (und je leistungsfähiger der Prozessor), desto mehr Programme können parallel geöffnet werden. Dazu gehören auch Programme, die man nicht unmittelbar sieht, wie z.B. der Virenscanner. Ein absolutes Minimum bilden 4 GB RAM; um einigermaßen zukunftssicher zu sein, sollte man 8 MB einbauen; zu viel geht eigentlich nicht. Ist der RAM-Speicher voll, lagert der Prozessor Daten auf die Festplatte aus; weil diese viel langsamer ist als das RAM, wird der Rechner dadurch insgesamt langsamer.

Die Festplatte (HD für HardDrive) ist eine schnell rotierende Magnetscheibe. Gängige Größen sind heute > 1TB. Für einen Bürorechner sind 500 GB ausreichend. Macht man viele Fotos, hat eine große Film- oder Musikbibliothek, werden 500 GB aber schnell zu klein.
Statt der Festplatte werden heute vermehrt SSDs eingesetzt. Ihre Vorteile: Keine beweglichen Teile, viel schneller als eine Festplatte. Ihr Nachteil: sie sind deutlich teurer. Will man Schnelligkeit und viel Speicher verbinden, kann man auf das DVD-Laufwerk verzichten und statt dessen eine 2. Festplatte einbauen (lassen). Dann landet das Betriebssystem auf der SSD (256 GB), die Daten auf der HD (1 TB oder mehr).

Der Bildschirm: Faustregel: Je höher die Auflösung (in Pixeln), desto teurer. Für das HD- Videoformat braucht man mindestens 1280 x 720 Pixel (HDV1) bzw. 1440 x 1080 Pixel (HDV2) = Minimum. Je mehr Pixel, desto mehr passt auf den Bildschirm. Allerdings hängt das auch von der Bildschirmgröße ab: Je kleiner der Bildschirm, desto kleiner die Schrift. Ein Bildschirm, an dem man regelmäßig arbeitet, sollte mindestens 13“ (Zoll, 1 Zoll = ca. 2,5 cm) haben. Für Büro-PCs sind 17“ ideal, aber da gilt gemeinhin: je größer, je besser. Allerdings muss die Grafikkarte mit der hohen Auflösung auch klarkommen.
Bei Laptops hängt die Tragbarkeit mit der Bildschirmgröße zusammen. 13“ sind hier ideal, 15“ geht gerade noch so, 17“ kann man eigentlich nicht mehr „tragbar“ nennen. Will man den Laptop auch mal draußen oder am Fenster benutzen, unbedingt auf ein mattes Display achten! Die glänzenden Displays haben zwar bessere Farben, sie spiegeln aber derart, dass man draußen nichts mehr erkennt.

Fazit: Einen preiswerten PC bekommt man ab 300,- Euro; ein preiswertes Laptop ab 400,-. Will man sich nicht in 2-3 Jahren schon wieder ein neues anschaffen und will man möglichst wenig Überraschungen erleben, sollte man mehr Geld für ein Markenprodukt anlegen. Ich würde bei einem PC mit 500,- Euro rechnen (ohne Monitor und Tastatur), bei einem Laptop mit 800,- Euro. Apple ist bei diesen Preisen außer Konkurrenz: Der günstigste Apple-Rechener MacMini (= PC) beginnt bei 1.000 Euro, das günstigste MacBookAir bei 1.700,-.

Noch eine Anmerkung zur Software: Ich würde zunächst keine kaufen. Büro- (LibreOffice) und Grafikprogramme (Gimp) u.v.m. gibt es kostenlos im Netz. Erst wenn man merkt, dass man ein bestimmtest Programm unbedingt braucht, sollte man dafür Geld ausgeben.

An vielen Orten kommen die Sternsinger zu Besuch und segnen nicht nur katholische Häuser mit dem Segen der Heiligen Drei Könige. Aber nicht überall gibt es Sternsinger. Und warum sollten nicht auch Protestanten diese schöne Tradition des Haussegnens übernehmen?

20*C+M+B+16

Diese Zahlen und Buchstaben zeichnen Sternsinger in diesen Tagen an die Haus­türen katholischer Christen. Es ist ein Segenswunsch für das Haus, das auch in diesem Jahr unter Gottes Schutz stehen möge, denn die drei Buchstaben C, M und B stehen nicht nur für die drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar, sondern auch für den lateinischen Segenswunsch Christus mansionem benedicat – Christus möge das Haus segnen.

Als Evangelische Christen glauben wir, dass durch die Taufe jede Christin und jeder Christ berechtigt und aufgefordert ist, um Gottes Segen zu bitten und ihn weiter­zugeben. Im 1. Petrusbrief heißt es: „Segnet! Denn dazu hat Gott euch berufen, damit ihr dann seinen Segen erbt“ (1.Petrus 3,9). Und zu Abraham spricht Gott: „will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“ (1.Mose 12,2).

In vielen Familien segnen Eltern ihre Kinder vor dem Schulweg, indem sie ihnen zum Abschied die Hände auf den Kopf legen.

Wir möchten Sie einladen, Gottes Segen weiterzugeben! Dazu schenken wir Ihnen ein Stück Kreide. Damit können Sie den Segen der Heiligen drei Könige auch über ihre Haustür schreiben: 20*C+M+B+16. Schöner ist es allerdings, wenn man gesegnet wird. Darum geben Sie doch diesen Segen an Ihre Nachbarin oder ihren Nachbarn weiter. Vielleicht freuen sie sich, wenn auch für ihr Haus Gottes Segen erbeten wird, indem Sie über ihre Tür den Dreikönigssegen schreiben! Anschließend bitten Sie Ihre Nachbarin, auch Ihr Haus auf diese Weise zu segnen.

Diesen Text habe ich auf einem schmalen Papierstreifen ausgedruckt (A 4 längs halbiert), darin ein Stück Kreide eingewickelt und es mit einem Gummiband gesichert. Die Kreidestücke wurden nach dem Epiphaniasgottesdienst an die Gemeinde verteilt. Hier der „Einwickeltext“ als PDF:   Segen_schmal

Eingewickelte_Kreide