Es ist besser, gar nicht über Gott zu sprechen als falsch

Ich finde diese Anregung von Antje Schrupp so wichtig, dass ich sie hier reblogge. Meine Großmutter hat das zweite Gebot ständig zitiert, und zwar in dem von Antje Schrupp zu recht kritisierten Verständnis, man dürfe nicht „Oh Gott“ oder ähnliches sagen. Aber seit meine Oma mir den Respekt vor dem zweiten Gebot einschärfte, geht es mir nicht aus dem Kopf – und auch nicht die Frage, wie ich es als Pfarrer wagen kann, im Namen Gottes zu sprechen oder in Predigten etwas von Gott zu behaupten, das ich zwar aus der Bibel habe, aber mit meinen Augen, mit meiner Brille gelesen. Antje Schrupp bringt das Problem auf einen nachdrücklichen und nachdenklich machenden Punkt. Dafür vielen Dank!

Gott und Co.

Es ist besser, gar nicht über Gott zu sprechen als falsch.

Dieser Gedanke geht mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Denn ich finde, gerade wir Gläubigen spielen oft die Gefahren herunter, die es bedeutet, wenn das zweite Gebot missachtet wird:

Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.

Leider wird der Name Gottes unerträglich oft missbraucht. Als Kind habe ich dieses Gebot auch völlig falsch erläutert bekommen. Es würde bedeuten, so wurde mir gesagt, dass ich das Wort „Gott“ nicht achtlos aussprechen soll, zum Beispiel in so Redewendungen wie „Herrgottnochmal“ oder „Oh mein Gott“.

Aber daran ist ja überhaupt nichts Schlimmes. Das Wort Gott wird missbraucht, wenn Menschen sich auf Gott berufen, um etwas Falsches zu rechtfertigen. Das ist eine der schlimmsten Sünden überhaupt, und sie wird gerade dann begangen, wenn das Wort „Gott“ nicht achtlos und nebenbei ausgesprochen wird, sondern im Gegenteil ganz bewusst und mit Emphase.

Der „Islamische Staat“, der uns gerade mit…

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