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Archiv für den Monat Februar 2012

Julian Baggini im Guardian über Säkularismus:

„It all goes back to how we understand the core secularist principle of neutrality in the public square. Neutrality means just that: neither standing for or against religion or any other comprehensive world-view. That is why in theory, if not in practice, the United States is both culturally the most religious country in the developed west and constitutionally the most secular. There, it is clearly understood that the value of secularism is that it allows all faiths to practise freely, without any enjoying a special place at the heart of power. That explains why when I once took part in a panel discussion with a Southern Baptist, one of the most conservative of denominations, he was as enthusiastic about secularism as I was. Why then in Britain has secularism become seen to be hostile to religion? Because neutrality is too often assumed to require the bleaching out of all traces of faith, excluding religious belief and discourse from public life. But it doesn’t, and we can see why by appeal to the notion of public reason, articulated most clearly by the late political philosopher John Rawls. Rawls was quite clear that the religious have no obligation at all to keep their faith entirely to themselves. „Reasonable comprehensive doctrines, religious or non-religious, may be introduced in public political discussion at any time,“ he wrote, „provided that in due course proper political reasons – and not reasons given solely by comprehensive doctrines – are presented that are sufficient to support whatever the comprehensive doctrines are said to support.“ The language has a certain jurisprudential aridity, but the message is clear enough. When we enter the public square, we are obliged to talk to each other in terms we can share and understand, not in ways that are tied to our specific „comprehensive doctrines“. If we’re debating the ethics of abortion, for example, we’d get nowhere if some insisted their views rested on their Catholic faith whereas others took theirs to flow inexorably from their atheism. What we all need to do is provide reasons that have some purchase for other people in their capacity as fellow citizens, whatever their world-views. That doesn’t mean denying or even covering up the fact that we have religious or other motivations for believing what we do. It is simply to acknowledge that we can’t expect these to carry any weight with others.“

Der vollständige, unbedingt lesenswerte Artikel findet sich hier: http://www.guardian.co.uk/world/2012/feb/14/is-religion-really-under-threat

Ich habe mein Leben lang nie zu einem Verein oder zu einer Partei gehört. Absolutes Einzelkämpfertum in Verbindung mit anderen Einzelkämpfern. Für mich gilt nur ein Modell: Nur entfaltete Individuen können sozial sein. Die Unterwerfung unter eine Regel oder eine Funktion ist völlig sinnlos, das läuft am Ende immer auf Versklavung hinaus.

 

Bazon Brock im Interview mit Alem Grabovac (taz).

Marlies Blauth hat mir dieses Stöckchen zugeworfen, und „I’ll do my very best“, um ihre Fragen zu beantworten.

1. Wann/ wie/ warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
Habe ich mit dem Bloggen angefangen? Meinen ersten Blog habe ich aus Neugier bei Blogger eingerichtet, die „Bloghuette“, auf der ich jahrelang (!) nichts veröffentlichte, bis ich dann irgendwann auf den Gedanken kam, dort meine Predigten einzustellen. Ich glaube, dazu hat mich twitter gebracht und die KolleInnen, die ich dort kennengelernt habe, allen voran @knuuut. Ich habe dann parallel auch auf Posterous zu bloggen angefangen. Ich verteile mich sozusagen auf mehrere Blogs bei Blogger (da gibt’s 2) und bei Posterous (da gibt’s 3). Aber so „richtig“ blogge ich wohl nicht, jedenfalls nicht regelmäßig. Das ist primär eine Zeitfrage.

2. Welches soziale Netzwerk ist für dich am sinnvollsten/ gefällt dir richtig gut?
Twitter gefällt mir am besten. Ich probiere manche aus – Pinterest war der letzte Neuzugang.

3. Was ist für dich Kunst bzw. wie unterscheidest du sie von „(Noch-)Nicht-Kunst“?
Kunst ist für mich, wenn es gelingt, einen „gültigen“ Ausdruck für etwas zu finden. „Gültig“ würde ich so definieren, dass es bei der Betrachterin/ dem Betrachter zu einem Deja Vu kommt, dass man sich verstanden/ angesprochen/ angefragt fühlt. Wenn das passiert bzw. gelingt, dann ist das, was das ausgelöst hat, Kunst.

4. Erzähle in (bis zu) 5 Sätzen etwas Anekdotisches aus deinem Leben.
Als Jugendlicher bin ich gern nachts spazieren gegangen, um meine Angst vor der Dunkelheit zu überwinden. Mein großartigstes Erlebnis war dabei eine Wanderung auf dem zugefrorenen Mittellandkanal bei Mondlicht. Das Eis knarzte und knackte hin und wieder, hinter der Kanalböschung bewegten sich Tiere? Kobolde? Gnome? Ich empfand schreckliche Angst und ein riesiges Glücksgefühl zugleich.

5. Was hast du gerade eingekauft?

Einen Strauß mit 25 Tulpen und eine Flasche „The Duke“ als Geschenk zu einer Silberhochzeit.